Rund 140 wohnungslose Menschen aus Dortmund folgten der Einladung von bodo, Diakonie, Gast-Haus, GrünBau, Soziales Zentrum, VSE und dem Wärmebus und kamen im Wichern-Wohnungslosenzentrum der Diakonie zweieinhalb Stunden lang zu Wort.
Nach einem durch den Wärmebus organisierten Essen und vom Gast-Haus ausgeteilten Getränken begaben sich die Teilnehmenden in fünf thematische Workshops, in denen wohnungslose und obdachlose Menschen mit ihren Erfahrungen in Dortmund im Mittelpunkt standen. Unzureichende, unsichere Übernachtungsmöglichkeiten, schlechte Erreichbarkeit der Behörden, zielgruppenorientierte Sprach- und Bildungsangebote waren, neben den stadtbekannten Problemlagen, wie fehlende öffentliche Toiletten und fehlenden Wohnungen, die Themen, die für den meisten Gesprächsbedarf sorgten.
Mitarbeitende der beteiligten Akteure der Wohnungslosenhilfe, interessierte Bürgerinnen und Bürger und Vertreter der Sozialverwaltung sowie der Dortmunder Lokalpolitik hörten zu und brachten sich in den Workshops ein. Bewusst kamen jedoch diejenigen zu Wort, über deren Lebenssituation politisch zwar viel diskutiert wird, die aber selbst kaum Möglichkeiten haben, ihre Sichtweisen öffentlich einzubringen. Bei der abschließenden Präsentation der Ergebnisse wurde noch einmal der Schwerpunkt der Unerreichbarkeit einer eigenen Wohnung im angespannten Mietermarkt unserer Stadt deutlich. Aus dem Kreis der Betroffenen traf hier die Anregung, in der nächsten Auflage auch Vertreter der Dortmunder Immobilienunternehmen mit einzubeziehen, ins Schwarze.
Die Ergebnisse der Veranstaltung werden dokumentiert und weiter in den politischen und fachlichen Diskurs eingebracht, um das Ziel des Nationalen Aktionsplans zur Überwindung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit zu erreichen. Ein Ziel, zu dem sich der Rat der Stadt Dortmund 2024 bekannt hat: „Jede wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Person erhält bis 2030 ein passendes Wohnungsangebot, welches ihr ermöglicht, die Wohnung als Basis für ein selbstbestimmtes Leben in Würde zu nutzen.“
Den bundesweiten Tag der wohnungslosen Menschen nutzen jährlich am 11. September Hilfsorganisationen, um gemeinsam mit den Betroffenen ein starkes Zeichen gegen Wohnungsnot und für soziale Gerechtigkeit zu setzen.
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Offene Diskussionsrunde zum Tag der Wohnungslosen: Betroffene haben das Wort
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