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08.07.2020 10:07 Alter: 33 days

Wiedereröffnung: Diakonie bietet mit dem Café Berta einen geschützten Raum, Beratung und Hilfe


Das Team vom Café Berta vor der Einrichtung im Dortmunder Münsterstraßenviertel.

Seit Mitte März war das Café Berta im Dortmunder Münsterstraßenviertel aufgrund der Maßnahmen zum Infektionsschutz geschlossen, zum 1. Juli hat der Tagesaufenthalt wieder für Nutzerinnen und Nutzer geöffnet. Montags bis samstags haben hier täglich von 12 bis 19 Uhr Menschen aus der Trinker- und Straßenszene der Dortmunder Nordstadt die Möglichkeit, sich in geschützten Räumen in der Heroldstraße 22 aufzuhalten.

 

Gleichzeitig bietet die Diakonie als neuer Betreiber Beratungs- und Hilfsangebote, u. a. der Suchtkranken- und Wohnungslosenhilfe, vor Ort an: Insgesamt sechs Mitarbeitende der Diakonie sind im Café Berta tätig. Darunter Sozialarbeiter und Pädagogische Kräfte. Schließlich soll das Café Berta nicht nur Aufenthalts- oder öffentlicher Trinkraum sein, sondern Besucherinnen und Besuchern Beteiligungsangebote und einen Anschluss an weiterführende Hilfsstrukturen bieten. Normalerweise haben bis zu 70 Personen im Café Berta Platz, aufgrund der Maßnahmen zum Infektionsschutz dürfen sich bis auf Weiteres 20 Personen gleichzeitig in den Räumen aufhalten. 

  

Die Diakonie ist in Dortmund im Bereich Wohnungslosen- und Suchtkrankenhilfe bereits sehr breit aufgestellt: Die Zentrale Beratungsstelle für wohnungslose Menschen, die Frauenübernachtungsstelle, der Tagesaufenthalt „Brückentreff“ oder die Bahnhofsmission sind lokale Beispiele dafür aus diakonischer Trägerschaft. Durch das Café Berta möchte die Diakonie Klientinnen und Klienten, die diesen Tagesaufenthalt nutzen, noch besser an weiterführende Hilfsstrukturen anbinden. Durch Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe in Dortmund, wie das Bodelschwingh-Haus oder die Diakonie Fachstelle Sucht sowie das Ludwig-Steil-Haus oder das Ambulant Betreuten Wohnen „MobiFlex“, befasst sich die Diakonie ebenfalls bereits seit vielen Jahren ausführlich mit dem Thema Teilhabe von Menschen mit Alkoholabhängigkeit. Die Finanzierung des Café Berta erfolgt aus kommunalen Finanzmitteln. Die Projektleitung liegt beim Ordnungsamt der Stadt Dortmund.

 

08.07.2020/DO