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Aktuelles aus der Diakonie

05.02.2020 12:41 Alter: 18 days

Diakonie Dortmund positioniert sich deutlich gegen Rechtsextremismus und -populismus


Rechtes Gedankengut breitet sich in unserer Gesellschaft immer weiter aus. Auch Mitarbeitende der Diakonie sind teilweise verunsichert, wie sie sich verhalten sollen, wenn sich Klienten, Besucher, Nutzer oder Maßnahme-Teilnehmer rassistisch oder diskriminierend äußern. Um das eigene Team in seinem Handeln zu bestärken, aber auch, um in aller Deutlichkeit Stellung zu beziehen, hat die Diakonie in Dortmund und Lünen klar formuliert, wo sie bei dem Thema steht:

 

Position des Diakonischen Werkes Dortmund und Lünen zum Umgang mit Rechtsextremismus und Rechtspopulismus: 

Als Diakonie sind wir Teil der evangelischen Kirche und unsere Haltung ist vom christlichen Glauben bestimmt. Die Diakonie sieht jeden Menschen als Gottes Ebenbild und damit als gleich wertvoll an. Das heißt auch, dass wir jedem Menschen helfen, der Hilfe braucht – egal, welche Weltanschauung und Religion er vertritt.

 

Unser diakonisches Eintreten für Offenheit gegenüber allen Menschen und für Toleranz darf aber keinesfalls im Sinne einer Akzeptanz von rassistischen Positionen missverstanden werden. Denn Toleranz heißt nicht, alles hinzunehmen, sondern beinhaltet, konsequent gegen jegliche Diskriminierung aufzutreten.

 

Das Diakonische Werk Dortmund und Lünen wendet sich darum entschieden gegen jede Form von Rechtsextremismus und Rechtspopulismus. Sie sind unvereinbar mit dem christlichen Glauben an die Gottesebenbildlichkeit eines jeden Menschen. Der Grundgedanke rechtsextremer oder -populistischer Einstellungen ist aber eine Ideologie der Ungleichwertigkeit. Er äußert sich in einer gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit: Bestimmte Gruppen wie Migranten, Muslime, Juden, aber auch Homosexuellen oder Obdachlosen wird ein geringerer Wert als anderen – vermeintlich „Normalen“ – zugesprochen und sie deshalb abgewertet oder für minderwertig erklärt.


In unserem Leitbild haben wir festgehalten: „Wir stellen uns allen Formen von Diskriminierung, wie Rassismus, Sexismus und der Ausgrenzung von Minderheiten, entgegen – auch in unseren Einrichtungen.“ In den Räumen der Diakonie haben deshalb Erscheinungsformen von Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung, Verherrlichung oder mangelnder Distanz zum Nationalsozialismus in Form von Aussagen, Kleidung, Symbolen, Tattoos, Schmuck oder Musik keinen Platz.

 

Unsere Mitarbeitenden ermutigen wir, rechtsextremen und rassistischen Inhalten überall zu widersprechen. Sachlich, klar und bestimmt: Wo sich Besucher unserer Einrichtungen oder Teilnehmer einer Maßnahme rassistisch, hasserfüllt oder abwertend gegenüber sozialen Gruppen äußern, hören Sie nicht weg. Haben Sie keine Angst, über Themen nicht genug Bescheid zu wissen. Zunächst geht es nur darum, solche Aussagen nicht einfach stehen zu lassen, sondern Haltung zu zeigen. Sagen Sie zumindest, dass Sie eine solche Einstellung keinesfalls teilen und abwertende Bemerkungen oder das Verbreiten rechtsextremer und rassistischen Botschaften in den Räumen der Diakonie nicht geduldet werden.

 

Im äußersten Fall können Mitarbeitende in Zusammenarbeit mit der Leitung vor Ort auch vom Hausrecht Gebrauch machen. In schwerwiegenden Fällen kommt in Absprache mit der Geschäftsführung auch eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung (§ 130 StGB) in Betracht.

 

Bei allen Auseinandersetzungen bleiben wir strikt gewaltfrei. Die Androhung und Ausübung von Gewalt sind einzig und allein Aufgaben der Polizei. Wo Gewalt ausgeübt wird, müssen Mitarbeitende die Polizei einschalten und dies zur Anzeige bringen.

 

Pfarrer Niels Back und Uta Schütte-Haermeyer

Geschäftsführung, Diakonisches Werk Dortmund und Lünen gGmbH

 

Eine Handreichung zum Umgang mit Rechtspopulismus gibt es hier als Download!