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Duales Studium - Studentische Migrationshelferinnen

Das Diakonische Werk bietet Praxis-Stellen für das Duale Studium der angewandten Sozialwissenschaft an der Fachhochschule Dortmund. Hintergrund des Angebotes ist, das es  sich in der praktischen Arbeit gezeigt hat, dass die psychosozialen Hilfeangebote bei der anspruchsvollen Aufgabe der Integration der EU Zuwanderer, vertrauensvolle Zugänge zu den verschiedenen ethnischen Gruppen der Zuwanderinnen und Zuwanderern zu schaffen und deren zum Teil multikomplexen Problemlagen fachlich adäquat zu begegnen, an ihre Grenzen kommen. Dieser Umstand ist sowohl auf die unzureichenden personellen Ressourcen in den Regelangeboten als auch auf die unzureichenden Sprachkenntnisse des  Fachpersonals zurückzuführen. Ein - mit hohen Kosten verbundener - Einsatz von Sprachmittlerinnen und Sprachmittlern stellte keinen langfristig adäquaten Lösungsansatz dar, er kann die Verständigungsbarrieren nur partiell überwinden. Die fachliche Arbeit ist dadurch deutlich erschwert und zeitintensiv. Sie bündelt sich insbesondere bei den wenigen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, die über ein entsprechendes sprachliches und kulturelles Know-how verfügen und dadurch eine enorm verdichtete Arbeitsbelastung erfahren.

Aus dieser Erkenntnis ist das Duale Studium erwachsen, das Diakonische Werk hat zur Zeit 4 Studierende im Praxiseinsatz. Die Studierenden arbeiten von Montags bis Mittwochs in der Praxisstelle und sind ab Mittwochs Nachmittags in der Fachhochschule.
Die Studierenden sind mit einem Stundenumfang einer halben Vollzeitstelle im Diakonischen Werk angestellt und arbeiten im Bereich der EU Zuwanderung / Migrationsarbeit.

Wenn Sie an einer Praxisstelle interessiert sind, senden Sie uns Ihre Bewerbung. Voraussetzung sind: mind.  Fachhochschulreife und fundierte Sprachkenntnisse neben Englisch in einer der folgenden Sprachen: Bulgarisch, Spanisch, Rumänisch, Türkisch

Das Angebot wird gefördert durch Land NRW, der Stadt Dortmund und Mitteln aus dem Europäischen Sozialfond gefördert.

Ein persönlicher Beitrag

Die Fachhochschule Dortmund bietet seit 2014 den Dualen- Bachelor- Studiengang Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Armut und (Flüchtlings-) Migration an. Die Studenten sind mit einer 19,5h Stelle bei verschiedenen Trägern und in Kooperation mit  der Fachhochschule Dortmund eingestellt. Die Diakonie hat vier dieser Studierenden, ich bin eine davon und berichte mit Freude von dieser tollen Chance Theorie mit Praxis zu verbinden.

Das Großartige ist, dass wir Studenten im jedem Jahr in verschiedene Bereiche der Zuwanderungsarbeit mit Menschen aus Südosteuropa wechseln, zudem ist uns die Möglichkeit gegeben, in zusätzlichen Bereichen, zeitlich eingeschränkt, zu hospitieren, wie z.B. bei der Bahnhofsmission,  in der Asylverfahrensberatung, in der Wohnungslosenarbeit und an vielen weiteren Stellen. Wir erhalten dadurch einen umfangreichen Einblick in die verschiedensten Arbeitsfelder der sozialen Arbeit bei der Diakonie. Auch an verschieden Fortbildungen können wir teilnehmen. Dadurch haben wir die Chance, anhand vielfältiger Aufgaben unsere Stärken und Schwächen zu entdecken. Die Verbindung von Praxis und Theorie ergänzt sich super, wir haben das “Privileg`` an echten Fällen und Situationen auch für unsere Klausuren zu lernen. Unsere Anleiter sind eine sehr große Unterstützung, sie helfen uns wo sie können, ob es  um Klausuren geht, Hausarbeiten oder den Umgang mit schwierigen Fällen. 

Zurzeit bin ich in der Migrationsberatung tätig, hier darf ich zusammen mit meiner Anleiterin in die Beratung gehen. Was ich hier alles lerne? Vieles Sozialrechltiche und den richtigen Umgang mit den Klienten und wie ich mit Menschen in schwierigen Situationen umgehen kann. Ich schreibe immer wieder Briefe und Bewerbungen für und mit Klienten und arbeite an meinen  administrativen Defiziten. Ich darf an Projekten mitarbeiten wie ,,Weihnachtsgeschenke für Kinder aus Südosteuropa“ in der Anlaufstelle “Willkommen Europa“, dabei haben, wir Studenten der Diakonie, Spielzeugspenden gesammelt und sie verpackt auf einen Geschenktisch gelegt, wo sich alle Kinder die mit Ihren Eltern die Anlaufstelle besucht haben eines aussuchen durften. Das Selbstständige erarbeiten von Projekten wird immer unterstützt und ernst genommen. So habe ich Freikarten für das Varieté et cetera in Bochum organisieren dürfen.

Von Ende Februar bis Ende März hatte ich das Glück mit unserem Dozenten Herrn Sebastian Kurtenbach in die USA nach Detroit zu reisen, um mit ihm an einer Studie mitzuarbeiten. In dieser Studie ging es um Alleinerziehende Mütter und wie sie die Nachbarschafftsressourcen nutzen. Es war sehr interessant zu sehen, wie so etwas verläuft und was man alles beachten muss. Zudem war die Reise an sich eine außergewöhnliche Erfahrung. Die großen Unterschiede in den verschiedenen Städten der USA- besonders schockierend war die unausgesprochene Trennung von ,,Weissen" und ,, Farbigen". Auch die Aufteilung verschiedener Migranten auf einzelne Stadtteile wie MaxicanTown, GreekTown und ArabicTown, all das wäre in Deutschland aus Diskriminierungsgründen undenkbar. Auch die Armut und die Obdachlosigkeit in Detroit ist eine ganz andere als ich sie bisher von hier kenne. Die Obdachlosen dort haben kaum eine Chance. Anders als hier, gibt es für sie kaum bis keine Anlaufstellen, wo sie Hilfe oder Unterstützung bekommen können.

Ich durfte ebenfalls an einigen Vorlesungen der Wayne State University teilnehmen. Dies war eine wunderbare Erfahrung, einmal zu sehen, wie es wäre in den Staaten zu studieren und neue Kontakte zu knüpfen. Auch wenn es nur knapp ein Monat, war hat es in mir das Verlangen eines Auslandssemester geweckt. All diese neuen Erfahrungen und Eindrücke die ich in dieser leider zur kurzen Zeit machen durfte, haben mir sehr viel Freude bereitet. Das Arbeiten an den Interviews, die Teilnahme an den Vorlesungen und das Reisen waren großartig und ich hoffe, dass ich noch einmal die Chance habe, eine solch aufregende Zeit zu verbringen.

Das Duale Studium und diese tolle Chance werden durch das Land NRW, der Stadt Dortmund und Mitteln aus dem Europäischen Sozialfond gefördert.

Dilan Demirtas

Kontakt

Uta Schütte
Fachbereichsleiterin
Tel. 0231 84 94 375
schuette@diakoniedortmund.de