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28.11.2011 12:11 Alter: 6 yrs

Ungewöhnliches Jubiläum rund um die Aufsuchende medizinische Hilfen


Rundfahrt-Station Kiosk am Nordmarkt

Ein ungewöhnliches Jubiläum feierte der Verein Aufsuchende medizinische Hilfen für Wohnungslose e. V. Keine Grußworte, sondern eine Rundfahrt an die Stellen, wo Wohnungslose sich aufhalten und wo die Krankenschwestern und der Arzt ihre Hilfe anbieten. ZBS, Männerübernachtungsstelle Unionstr., Brückentreff, Frauenübernachtungsstelle - an allen Stationen konnten die Besucher hinter die Kulissen blicken und Information und Gespräch standen im Vordergrund.

Wohnungslosen Menschen fällt es oftmals schwer, das ärztliche Regelversorgungssystem in Anspruch zu nehmen. Krankenpflege für Obdachlose gibt es dennoch erst seit den 90er Jahren. Vor zehn Jahren wurde der Verein aufsuchende medizinische Hilfe für wohnungslose Menschen in Dortmund ins Leben gerufen, der seither die mobile medizinische Arbeit mit u. a. mit Sach- und Geldspenden unterstützt. Heute arbeiten 2 Krankenschwestern und ein Arzt in diesem Bereich und bieten Sprechstunden an Orten und in Einrichtungen an, wo sich wohnungslose Menschen aufhalten. Es geht um Wund- und Medikamentenversorgung, Begleitung zu Arzt- und Zahnarztpraxen und Krankenhäusern – auch die Ausstellung von Rezepten und Überweisungen ohne Praxisgebühr ist möglich. Die aufsuchende medizinische Krankenpflege ist eine Kooperation der Beratungsstelle für Wohnungslose (ZBS) des Diakonischen Werkes Dortmund und Lünen gGmbH mit dem Gesundheitsamt der Stadt Dortmund.

Das Konzept zur Umsetzung der medizinischen Versorgung wohnungsloser Menschen in NRW wurde zum 01. April 2008 in Dortmund realisiert. Die durch dieses Umsetzungskonzept entstehenden Kosten werden gemeinsam von den Krankenkassen der gesetzlichen Krankenversicherung sowie der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe einerseits und der Stadt Dortmund mit einer Pauschalfinanzierung andererseits abgedeckt. In einem Kooperationsvertrag zwischen der Stadt Dortmund/Gesundheitsamt und dem Diakonischen Werk Dortmund und Lünen gGmbH wird die gemeinsame Zusammenarbeit gesondert geregelt. Seit diesem Zeitpunkt bilden das Diakonische Werk und das Gesundheitsamt der Stadt Dortmund gemeinsam einen mobilen medizinischen Dienst. Das Diakonische Werk stellt das Krankenpflegepersonal (1 Planstelle aufgeteilt auf zwei Krankenschwestern) und das Gesundheitsamt einen Arzt (ca. 0,75 Planstelle). Der Arzt und die Pflegekräfte arbeiten in enger Abstimmung, halten an unterschiedlichen Stellen gemeinsame Sprechstunden vor und begleiten zu  Arzt- und Zahnarztpraxen und in Krankenhäuser.

Mit der kontinuierlichen Präsenz eines Arztes und einer Krankenschwester an unterschiedlichen Orten  und in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe mit festen Sprechzeiten werden weiterhin die Voraussetzungen für die Annahme medizinischer und krankenpflegerischer Hilfen durch Wohnungslose geschaffen. Dieses Konzept beinhaltet auch, wohnungslose Menschen über den mobilen medizinischen Dienst des Gesundheitsamtes und des Diakonischen Werkes Dortmund und Lünen gGmbH in das medizinische Regelversorgungssystem zu integrieren und mit niedergelassenen Ärzten bzw. Krankenhäusern ergänzend zu kooperieren.
Dieses Hilfeangebot wird unterstützt und begleitet vom Verein "Aufsuchende medizinischen Hilfen für wohnungslose Menschen in Dortmund e.V."

Verein aufsuchende medizinische Hilfen für wohnungslose Menschen in Dortmund e.V.

Nachdem in Trägerschaft des Diakonischen Werkes bereits ein Projekt im Rahmen der medizinischen Versorgung wohnungsloser Menschen durchgeführt werden konnte, gründete sich  am 2.7.2001 der Verein „Aufsuchende medizinische Hilfen für wohnungslose Menschen in Dortmund e. V.” In dieser Trägerschaft konnte das Anschlussprojekt „Aufsuchende Hilfe zur Krankenpflege”, gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen ab dem 1.12.2000 durchgeführt  werden.

Erklärtes Ziel des Vereins, dem neben dem Diakonischen Werk Dortmund weitere juristische Personen (Stadt Dortmund - Gesundheitsamt, Ärzte- und Apothekenkammer) und natürliche Personen (u. a. Ärzte) angehören, war es, nach Ablauf der erneuten Projektdauer eine Regelfinanzierung für die „Aufsuchenden Hilfen zur Krankenpflege“ zu erreichen.
Dieses Ziel konnte mit der Finanzierung der „aufsuchenden Hilfen zur Krankenpflege“, die seit dem 01.01.2006 aus dem kommunalen Zuwendungsbudget des Diakonischen Werkes Dortmund über die Stadt Dortmund gesichert wird, erreicht werden. Mit dieser Entscheidung konnte eine mehr als 7-jährige und von vielen Akteuren konstruktiv und intensiv begleitete Projektphase beendet und der Baustein „aufsuchende Krankenpflege für Wohnungslose“ als Regelleistung im kommunalen Hilfesystem vorerst etabliert worden.

Auch heute noch begleitet und unterstützt der Verein „Aufsuchende medizinische Hilfen für wohnungslose Menschen in Dortmund e. V.” die Arbeit der aufsuchenden medizinischen Hilfen durch Geld – und Sachspenden.

23.11.2011/rr