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28.03.2011 21:55 Alter: 7 yrs

SÜCHTIG. Relativ komischer Stoff - Theaterstück initiiert von der Suchtberatung ausverkauft!


Karl Maslo

Die Diakonie Fachstelle Sucht, die Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes hat schon einige unkonventionelle Wege beschritten. Nun präsentiert die Beratungsstelle ein Theaterstück, in dem der Autor und der Schauspieler genau wissen, worüber sie sprechen. Und für die veranstaltende Beratungsstelle besonders schön: Der Theaterabend "Süchtig" ist komplett ausverkauft!

Klauen, Sex, Drogen - willkommen in der Welt der Abhängigkeiten! Menschen verfallen dem Rausch des Geldausgebens, des Internets, des Fernsehkonsums und schaffen es nicht, ohne fremde Hilfe davon zu lassen. Es wird so viel analysiert und therapiert wie nie zuvor - nicht immer mit Erfolg,aber stets mit großem Ernst. Mark Lundholm hält dagegen. Sein Solo-Stück „SÜCHTIG. Relativ komischer Stoff" ist schonungslos, aber nicht Mitleid heischend. Es geht um Sucht, um Süchte überhaupt ohne erhobenen Zeigefinger oder moralische Parolen. Es zeigt die Grausamkeit von Sucht und ist dabei grausam komisch. Das Stück lässt sich nicht vergleichen mit den Klassikern der Sucht-Literatur von Borroughs bis Bukowski. Es verklärt nicht, klagt nicht an. „SÜCHTIG" ist Comedy, bittere Comedy. „SÜCHTIG" ist gnadenlos mit den Süchtigen.

Autor Marc Lundholm war mal selbst einer. Mindestens sieben Süchte hat er überwunden und dabei den Kontakt zu seiner Familie verloren. Er saß mehrmals im Knast, war obdachlos und, wie er heute sagt, „ein Schwein. Grenzenlos egoistisch. Wie alle Süchtigen." 1988, ganz unten angekommen, schaffte er den entscheidenden Entzug. Dabei half ihm ein Talent, dass er während der Therapie entdeckte und ausbaute - sein Sinn für Humor. Lundholm schrieb autobiographische Texte und tourte damit durch Entzugskliniken und Gefängnisse. Inzwischen nennt er sich „Amerikas bekanntester Ex-Süchtiger ... na ja, nach George W. Bush vielleicht."

Nun stellt sich mit Karl Maslo, geb.1951 ein Schauspieler mit ganz persönlichen Erfahrungen diesem Stück und seiner Thematik. In den 80er Jahren als erfolgreicher Schauspieler auf den großen Bühnen des Landes, am Thalia-Theater und den Kammerspielen in Hamburg, am Schillertheater in Berlin arbeitet er mit diesem Stück auch seine Vergangenheit auf: „1980 habe ich meinen ersten Alkoholentzug gemacht und bin noch in derselben Klinik wieder Rückfällig geworden. Andere Drogen folgten: Kokain, Heroin, Crack. Warum ich suchtkrank wurde, ist für mich heute unerheblich. Unverständlich war für mich, dass ich wider besseres Wissen, immer wieder rückfällig wurde. Ich brauchte vierzehn Therapien, um trocken zu werden. Heute denke ich, habe ich eine Chance - warum? Ich habe kapituliert, aufgehört zu kämpfen. Heute bin ich nicht mehr „Opfer" oder „Held", heute bin ich einfach nur dankbar. Mein Leben war noch nie so im Gleichgewicht, hatte noch nie so eine Lebensqualität. Ich habe mir vorgenommen, das Stück "SÜCHTIG" sowohl in Theatern, als auch in Therapieeinrichtungen, Schulen und Gefängnis sen zu spielen: um über die Sucht aufzuklären und um der Gesellschaft ein wenig davon zurück zugeben, was sie fürmich getan hat." Karl Maslo (2005)

Die Theateraufführung am Dopnnerstag, 31.3. im Kulturzentrum Wichern mit ist eine Initiative der Suchtberatung des Diakonischen Werkes Dortmund und Lünen und bereits komplett ausverkauft. Es gibt keine Abendkasse.

28.3.2011/HD