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14.11.2013 20:55 Alter: 4 yrs

Schritt-Weise ausgezeichnet! Erster Platz beim Dortmunder Integrationspreis


Ilka Knopp und Monica Kasler freuen sich zu recht

Am frühen Abend des 14. Novembers wurde im Dortmunder Rathaus der diesjährige Integrationspreis vergeben. Die Stadt Dortmund zeichnet vorbildliche Integrationsprojekte aus, nach 2009 und 2011 schon zum dritten Mal. Niemand wusste vorher, wer oder welches Projekt den begehrten Preis bekommt. 

Gerade wurde bekannt dass das Dortmunder Diakonie-Projekt Schritt-Weise den mit 5000 € dotierten Preis zugesprochen bekommen hat. Eine enorme Anerkennung für das engagierte Projekt, dass sich im Wesentlichen um die Verbesserung der Lebens- und Schulsituation von Kindern osteuropäischer Zuwanderer kümmert und auch für die Diakonie, die hinter diesem Projekt steht.

Schritt-Weise ist eines der ersten Projekte in Dortmund mit rumänischer und bulgarischer Sprachkompetenz.  Es startete im November 2011 (Ende 12.2014). Das Projekt ist Bestandteil des Integrierten Handlungsprogramms „Soziale Stadt NRW-Dortmund Nordstadt“ und wird durch die EU, den Bund, das Land NRW und die Stadt Dortmund gefördert.

Geplant als Bildungsintegrationsprojekt entwickelte es sich schnell zu einer Anlaufstelle für Überlebensfragen in Deutschland für Rumänen und Bulgaren. Aus dem Projekt heraus wurden viele Regelungsdefizite in der EU erkennbar. Bestes Beispiel sind die oftmals schwierig zu organisierenden Unterlagen aus den Herkunftsländern für eine Krankenversicherung.  Viele erkannten  Regelungsdefizite im Urkunden- Melde- und Gesundheitswesen  fanden Eingang in das Papier des deutschen Städtetages.

Die Mitarbeiterinnen des Projektes, Monica Kasler und Johanna Smith, haben recht schnell Zugang zu den Menschen gefunden, vor allem über die gute Kooperation mit der Nordmarkt Grundschule  und durch die Begleitung der Sprechstunden für nicht krankenversicherte Kinder des Gesundheitsamtes. Aktuell werden etwa 100 Familien mit schulpflichtigen Kindern begleitet. Begleitung und weniger Beratung ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit, da ohne die tatkräftige Unterstützung, die sehr zeitaufwändig ist, viele Dinge bei Behörden nicht zu regeln sind.

Das Diakonische Werk engagiert sich seit 2010 intensiv im Bereich der Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien und gehört sie von Beginn an zur Steuerungsgruppe des Netzwerkes EU zur Armutswanderung  zusammen mit dem Caritas Verband und dem Büro der Sozialdezernentin. Ebenso gehört das Diakonische Werk von Beginn an zum FrEUndesKreis Roma und EU Neuzuwanderer.

Mit Multiplikatorenfortbildungen zum Thema Roma in Europa mit dem Titel "WAS TUN?!", die gemeinsam mit der Roma Selbstorganisation Terno Drom, dem Caritas Verband und der RAA durchgeführt wurden, konnten über 250 Multiplikatoren fortgebildet werden.  Hinzu kamen verschiedene kleinere Projekte und die aktive und intensive Mitarbeit in begleitenden Prozessen.

Das Engagement des Diakonischen Werkes und die Arbeit von Schritt-Weise wird  intensiv weiterentwickelt.  Im Januar 2014  wird eine ökumenische Anlaufstelle für EU-Zuwanderer in der Nordstadt eröffnen. Hierfür wird übrigens noch ein Ladenlokal gesucht. Ferner sind Austauschprojekte mit Rumänien und Bulgarien geplant. 
  
An der Preisverleihung konnten leider nicht alle am Projekt Beteiligten teilnehmen (unbedingt zu erwähnen sind noch Uta Schütte-Haermeyer, Projektentwicklerin beim Diakonischen Werk sowie Ilka Knopp, Projektleiterin), da die Gelegenheit für den 14.11. bestand, in Brüssel mit Europaabgeordneten über der Thema EU Binnenwanderung und soziale Kohäsion zu sprechen.  Daher konnten den Preis heute "nur" Monica Kasler und Ilka Knopp entgegennehmen. Ein kleine Feier mit allen wird aber nachgeholt.

Zu guter Letzt bleibt noch eines zu sagen: Die Menschen die zu uns kommen, wollen für sich und Ihre Kinder zu allererst eine bessere Zukunft, die sie in Ihren Herkunftsländern nicht mehr sehen. Niemand hat bisher nach Sozialleistungen gefragt, alle suchen Arbeit.

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14.11.2013