Menü

Diakonie ist Begegnung.

Die Evangelischen Altenzentren.

Diakonie ist Kultur.

Der Diakoniechor CHORiander.

Diakonie ist Dienst-Leistung.

Das Sozialkaufhaus.

Diakonie ist Hand-Werk.

Passgenau.

Diakonie ist mobile Hilfe.

Diakoniestationen.

Möchten Sie bei uns einsteigen?

Mitarbeit in der Pflege!

Diakonie findet Wege.

Beratung und Begleitung.

Aktuelles aus der Diakonie

27.08.2015 09:24 Alter: 2 yrs

Produkt Menschlichkeit - Betriebsbesuch des Lüner Arbeitskreises Kirche und Gewerkschaft im Evangelischen Altenzentrum Lünen/Süd


Die „Initiative Mensch und Arbeit“ hatte zum Betriebsbesuch im Evangelischen Altenzentrum Lünen-Süd eingeladen.

Schon der Besprechungsraum, in dem die Besucher saßen, verriet, dass dies ein besonderer Betrieb ist: Alte Möbel im Gelsenkirchener Barock, ein Herd wie aus Großmutters Zeiten, Bilder von früher an den Wänden.Dies sei der sogenannte Demenzraum, erfuhren die Gäste, in dem Bewohner ihren Erinnerungen nachgehen können.

Ein Betriebsbesuch besonderer Art hatte sich dieses Mal der Arbeitskreis Kirche und Gewerkschaft in Lünen vorgenommen, der seit neuestem „Initiative Mensch und Arbeit“ heißt. Nachdem man in vergangenen Jahren Metall-Betriebe in Lünen besucht hatte, sollte es dieses Mal eine soziale Einrichtung sein. Dies war der Wunsch von Vertrauensleuten und Betriebsräten der IG-Metall.
Und sie kamen alle auf ihre Kosten. Der Betriebsleiter Dirk Kreimeyer berichtete hochengagiert und mit angenehmer persönlicher Färbung von der Situation der Einrichtung, aber auch der Altenhilfe insgesamt. Er machte klar, welchen Spagat es bedeutet, den Senioren angesichts der Finanzierungszwänge nicht nur eine fachlich gute, sondern auch eine menschliche Begleitung und Pflege zu sichern.
Deutlich wurde das hohe Bemühen, nicht nur den Anforderungen gerecht zu werden, sondern auch den eigenen Überzeugungen treu zu blieben. „Ich bin ja nicht ohne Absicht bei einem diakonischen Träger, sondern weil ich der Überzeugung bin, dass ich hier am besten auch meinen inneren Werten und meinem christlichen Glauben treu bleiben kann“, brachte es der Gastgeber auf den Punkt.

Aber auch die Frage nach der Situation der Beschäftigten in einer solchen Einrichtung kam nicht zu kurz. Die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung berichtete von der Belastung für die Mitarbeitenden. Sie stellte aber auch heraus, wie sehr sich Mitarbeitervertretung und Einrichtungsleitung in enger Abstimmung darum bemühen, auftretende Probleme zu lösen und die Arbeitsbedingungen optimal zu gestalten. So gibt es ein Früherkennungssystem für Überlastung und Burn-out, zur Begleitung der Mitarbeitenden.

Gerade die Gäste aus dem Gewerkschaftsbereich waren beeindruckt. Beim anschließenden Rundgang wurden auch persönliche Fragen besprochen. Nicht umsonst gekommen war auch ein Anwohner, selbst betagt, der dies als Gelegenheit sah, sich die Einrichtung von innen anzusehen. „Schließlich kommt auch für mich einmal der Tag, wo ich nicht mehr alleine wohnen kann“ sagte er vorausschauend.

Mehr zum Evangelischen Altenzentrum Lünen

27.8.2015/Übernahme von UK DO - Ein Bericht von Friedrich Stiller