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04.12.2013 22:15 Alter: 4 yrs

„Oh, Du Fröhliche“? - „Seelenpflaster“ unterstützt - nicht nur, aber gerade auch in der Weihnachtszeit


„Seelenpflaster“ unterstützt

Das Projekt „Seelenpflaster“ will Kinder aus psychisch belasteten Familien stärken und vermeiden helfen, dass sie seelischen Schaden nehmen. Im Förderzentrum Rolandstraße unterstützen die beiden Projektmitarbeiterinnen auf vielfältige Weise Eltern, Fachleute und vor allem die Kinder durch persönliche Beratung, Gesprächsgruppen und Informationsveranstaltungen.

Weihnachten: Das Fest der Liebe, der Besinnlichkeit, der Harmonie. Die ganze Familie sitzt glückselig vereint am Weihnachtsbaum, der Weihnachtsbraten duftet, Geschenke warten darauf von strahlenden Kinderaugen ausgepackt zu werden, es ertönt „Stille Nacht“. Soweit der Wunsch.

Aber bei den meisten Menschen findet Weihnachten nicht ganz so harmonisch statt. Da gibt es oft Stress vor den Festtagen, finanzielle Nöte, verbunden mit dem Druck wertvolle Geschenke machen zu wollen und der Gedanke daran, dass nicht die ganze Familie zusammen ist. Der Wunsch der Kinder Weihnachten mit den Eltern friedlich zu feiern, kann  nicht immer erfüllt werden. So gibt es für unzählige Menschen das Gefühl einer traurigen „Stillen Nacht“, das Gefühl von Einsamkeit und Ausgegrenztsein.

Ein Druck, der vor allem in der Vorweihnachtszeit bei vielen psychisch belasteten und erkrankten Eltern dazu führt, dass es Ihnen schlechter geht. Erinnerungen an glückliche, „gesunde“ Zeiten werden wach, der Abgleich mit der aktuellen Situation schmerzt, depressive Gedanken und Gefühle machen sich breit. Hier möchte Seelenpflaster unterstützen. „Wir möchten betroffenen Müttern und Vätern einen Raum der Entlastung aber auch der Stärkung bieten, im Umgang mit sich selbst und ihren Kindern“ erklärt Sozialpädagogin und Mitarbeiterin des Projekts „Seelenpflaster“ Anja Franik hierzu. „Wie erkläre ich es meinen Kindern, wenn es mir an Weihnachten so schlecht geht, dass ich mich nicht zum Feiern in der Lage fühle?“ könnte eine bei Eltern auftretende Frage lauten. Hier kann es sinnvoll sein gemeinsam im Vorfeld zu überlegen was hilfreich sein könnte, um Krisen vorzubeugen bzw. abzuschwächen, aber auch ob es Menschen im Umfeld gibt, die Halt geben und unterstützen können.

Auch die Kinder sollte man nicht aus dem Auge verlieren. Natalie Helbert, ebenfalls Sozialpädagogin und Mitarbeiterin von Seelenpflaster hierzu: „In der Vorweihnachtszeit wird in besonderem Maße der Wunsch nach Harmonie und Friede geweckt, bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen. Die Kinder spüren diese Anspannung ihrer erkrankten Eltern meist, wollen sie womöglich kompensieren und sind dadurch selbst stärker belastet, als ihnen gut tut..“  Kinder haben feine Antennen und spüren, wenn die Eltern sich Sorgen machen. Sie fühlen sich oft verantwortlich für die Situation in der Familie und sind verunsichert.

Das Projekt „Seelenpflaster“ des Diakonischen Werkes Dortmund und Lünen gGmbH, bietet Eltern, Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstelle, um über die Probleme und Sorgen zu sprechen, welche sie in dieser Zeit beschäftigen und vor allem, um sie zu stärken damit umzugehen. Im Vordergrund dieses Projektes steht die Stärkung der Kinder aber auch die Erziehungsfähigkeit der Eltern angesichts ihrer psychischen Beeinträchtigung. Die beiden Mitarbeiterinnen Anja Franik und Natalie Helbert beraten innerhalb des dieses - von der Aktion Mensch geförderten - Unterstützungsangebotes, im persönlichen Gespräch. Auf Wunsch kann diese Beratung anonym erfolgen. Seinen Sitz hat „Seelenpflaster“ im Förderzentrum des Diakonischen Werkes Dortmund und Lünen gGmbH in der Rolandstraße 3-5. Eltern, Kinder oder Jugendliche, die sich betroffen fühlen, erreichen die beiden Mitarbeiterinnen telefonisch über die Rufnummer 02 31/ 84 94-50 0 oder unter seelenpflaster@diakoniedortmund.de

Auch außerhalb der Weihnachtszeit bietet das im Sommer 2013 gestartete Projekt „Seelenpflaster“ natürlich Beratung für Kinder und Jugendliche, deren Eltern psychisch belastet sind, die betroffenen Eltern und Fachkräfte. Gruppen für Eltern, Kinder, Teenies und Jugendliche sind in Planung und sollen in den nächsten Monaten umgesetzt werden.

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