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Aktuelles aus der Diakonie

23.03.2011 17:01 Alter: 7 yrs

Mit Zauberei Grenzen überwinden - Bahnhofsmission Dortmund gewinnt den Fundraising-Preis 2010


Nikolaus Immer überreicht Swetlana Berg den Fundraisingpreis der Bahnhofsmissionen in der Diakonie RWL

„Grenzen überwinden. 100 Jahre gelebte Ökumene in den Bahnhofsmissionen“ unter diesem Motto stand der Bundesweite Tag der Bahnhofsmission 2010. In Dortmund wurde dieser Tag so kreativ gefeiert, dass dafür die Bahnhofsmission Dortmund jetzt mit dem Fundraising-Preis der Diakonie RWL ausgezeichnet wurde.

Der mit 600 Euro dotierte Preis sei ein Zeichen, dass gute Ideen gefördert und dass das hohe Engagement der Bahnhofsmissionen zusätzlich belohnt werden, sagte Nikolaus Immer, Geschäftsbereichsleiter Soziales und Integration der Diakonie RWL, bei der Preisverleihung. Über diese Annerkennung zeigte sich Swetlana Berg, Leiterin der Bahnhofsmission Dortmund, hoch erfreut. Durch ihre Aktion kam die Bahnhofsmission in Kontakt mit den Menschen, informierte sie über ihre Arbeit und gewann freiwillige Helfer. „Für die Kinder gab es einen Zauberer, dem gefiel das Projekt so gut, dass er sich seit dem als Ehrenamtlicher für die Bahnhofsmission engagiert.“ Zusätzlich konnten an diesem Tag Spenden für die Bahnhofsmission eingeworben werden.

 
100 Jahre Bahnhofsmissionen

Seit mehr als 100 Jahren und auf über 100 Bahnhöfen helfen die Einrichtungen der Bahnhofsmission den Menschen, die zu ihnen kommen. Gratis, ohne Anmeldung und anonym unterstützen sie hilfsbedürftige Menschen. Jeder Mensch wird von ihnen mit Würde und Respekt behandelt und bekommt die Unterstützung die er benötigt. Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter arbeiten eng zusammen und bilden ein starkes Team. Die bundesweit über 2.000 Mitarbeiter stehen den Hilfsbedürftigen mit Rat und Tat, Pflaster und Rollstuhl zur Seite, sogar zu Zeiten, an denen andere soziale Hilfseinrichtungen nicht zu erreichen sind.

 
Interview mit der Leiterin der Bahnhofsmission Dortmund, Swetlana Berg

Wie lange arbeiten Sie schon bei der Bahnhofsmission Dortmund?

Seit 10 Jahren bin ich dort Mitarbeiterin. Vor 3 ½ Jahren habe ich dann die Leitung übernommen.

Was beinhaltet ihre Arbeit in der Bahnhofsmission?

Unser Team leistet vielfältige Hilfe. Die Türen der Bahnhofsmission sind für ALLE geöffnet, es können Drogen.- oder Alkoholabhängige sein, Psychisch Kranke, Wohnungslose oder einfach einsame, bestohlene oder gestrandete Menschen. Unser Motto ist „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten. Wir haben für alle ein offenes Ohr. Die Mitarbeitenden können die Probleme der Gäste nicht lösen, aber wir wissen, wer die Person professionell begleiten kann. Z.B wenn einer Suizidgefährdet ist, den können und nicht therapieren, aber wir wissen, wer das kann und stellen die Verbindungen her. Genau so geht es, wenn einer Schulden hat, vermitteln wir zu Schuldnerberatung. Oft sind Beratungsstellen und Übernachtungsstellen gefragt. Die Zusammenarbeit mit Soziallem Netz in Dortmund ist sehr gut.

Außer den Gästen der Bahnhofsmission betreuen die Mitarbeitenden auch die Reisende, die Hilfe am Bahnhof benötigen, es können die Blinden, unsichere Menschen sein, Rollstuhlfahrer oder alleinreisende Kinder. Wenn Probleme beim Fahrkartenautomaten gibt, oder die Fahrräder zu schwer bepackt sind, sind die Kollegen in der blauen Uniform zur Stelle.
 
Wie kam Ihnen die Idee zu ihrem Projekt?

Den Zauberer hatten wir schon für unsere letzte Weihnachtsfeier engagiert, zur Bespaßung unserer Kollegen. Uns schien es passend zum Thema „Grenzen überwinden“ zu sein, wo kann man besser „Schein und Sein“ in einander fliesen lassen und die Grenzen überwinden. Der Zauberer hat die Besucher verzaubert und die Arbeit der Bahnhofsmission hat den Zauberer verzaubert, denn seit dem Auftritt arbeitet er Ehrenamtlich bei der Bahnhofsmission.
 
Wie sah die Durchführung ihres Projekts am Tag selbst aus?

Der Zauberer trat in der Bahnhofshalle auf, er führte einige Tricks vor. Er ließ zum Beispiel eine Frau in einer Kiste verschwinden, die dann mit Schwertern durchbohrte. Viele Menschen blieben stehen, sahen sich die Show an und hatten Spaß daran. Auch der Oberbürgermeister Ullrich Sierau, der zufällig vorbei kam, blieb stehen, um zuzugucken. Wir hatten eine Kinderbetreuungsecke und boten Kaffee und Kuchen an. Unser Informationsstand war ebenfalls gut besucht. Den Menschen gefiel es in Ruhe ihr Stück Kuchen essen zu können und unser Angebot zu genießen, dadurch bekamen wir viele Spenden. Zusätzlich sammelten wir noch im Bahnhof mit Spendendosen.
 
Was bedeutet ihnen der Gewinn des Fundraising-Preises?

Das ist genau so, wie Herr Immer heute sagte, dass das Wort „Preis“ drei Bedeutungen hat. Das ist der Geldwert, die 600€ ist viel Geld… dann ist es eine Auszeichnung von gewonnenem Wettbewerb und es ist Anerkennung und Würdigung der erbrachten Leistungen.

23.3.2011/Quelle: www.diakonie-rwl.de