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25.12.2007 12:15 Alter: 10 yrs

Friede und Menschenwürde - Präses Alfred Buß besuchte an Weihnachten Polizei und Diakonie


Präses Buß bei ZBS

"Friede auf Erden - Ihr Dienst schafft eine Voraussetzung dafür." Mit diesen Worten hat Präses Alfred Buß den Dienst der Polizei gewürdigt. "Wir können dankbar sein, dass wir in einem Land leben, wo das Gewaltmonopol beim Staat liegt", erklärte der leitende Theologe der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). An Heiligabend (24.12.) besuchte er in Dortmund außer den Ordnungshütern auch haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende der Diakonie bei der Vorbereitung einer Weihnachtsfeier für Wohnungslose.

In der Polizeiwache Dortmund Mitte waren an Heiligabend über 50 Polizeibeamte und -beamtinnen im Dienst, in ganz Dortmund an die 300. "Durch das geänderte Freizeitverhalten, besonders der jungen Menschen, haben sich auch die Anlässe für unsere Einsätze verändert", berichtete Polizeihauptkommissar Werner Schwarz, Leiter der Polizeiwache Mitte.

Körperliche Auseinandersetzungen an Weihnachten nicht selten
In der Christnacht seien körperliche Auseinandersetzungen in den Lokalen der Innenstadt nicht mehr selten. Schwarz: "Die Stadt ist im wahrsten Sinne des Wortes voll." Präses Buß ließ sich auch von den psychischen Anforderungen des Polizeiberufs berichten. "Immer wieder kommt man von jetzt auf gleich in Situationen, die man sich nicht ausgesucht hat", erzählte Oberkommissar Thomas Roch. Doch besonders in bedrohlichen Lagen könne man auf einen verlässlichen Kollegenkreis bauen: "Ich bin nie allein", sagte Kommissarin Sandra Kaminsky. Bei schwierigen Aufgaben wie dem Überbringen einer Todesnachricht leistet die evangelische Polizeiseelsorgerin Astrid Taudien Unterstützung. "Es gibt Bilder, die man nicht mehr los wird", berichtete die Theologin: zum Beispiel verstümmelte Unfallopfer oder Menschen, die sich das Leben genommen haben.

"Ohne Ehrenamtliche wäre das nicht zu stemmen"
Etwa 150 Personen sind an Heiligabend zu einer Weihnachtsfeier eingeladen, die von der Zentralen Anlauf- und Beratungsstelle für alleinstehende wohnungslose Menschen (ZBS) ausgerichtet wird. Die ZBS ist eine Einrichtung der Diakonie in Dortmund. Einige hauptamtliche und über 30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind Gastgeber, bereiten Geschenkpäckchen in entsprechender Zahl vor und bedienen an diesem Abend Menschen, die sonst fast nie bedient werden. Die meisten von ihnen erscheinen zu diesem festlichen Anlass in ihrer besten Kleidung, für viele ist die Weihnachtsfeier eine lange und feste Tradition. "Sie sorgen dafür, dass Menschenwürde konkret wird", sagte Präses Buß zu den diakonischen Mitarbeitern. Unter den Ehrenamtlichen sind nicht wenige, die früher selber wohnungslos waren und nun mithelfen. Einer davon ist Karl Arndt, der jetzt zum zweiten Mal aktiv dabei ist. "Was man einem gibt, das kann man auch mal zurückgeben", meint er. "Ohne Ehrenamtliche wäre das nicht zu stemmen", betont die Sozialarbeiterin Regina Böckelmann von der ZBS. Über die in Dortmund lebenden Wohnungslosen gibt es keine Statistik; das Diakonische Werk schätzt ihre Zahl auf rund 300."Ein wachsendes Problem ist die versteckte Wohnungslosigkeit, also vorläufig bei Freunden und Bekannten untergebrachte Personen", so Klaus Schröder, Leiter der ZBS.