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Aktuelles aus der Diakonie

18.04.2011 14:52 Alter: 7 yrs

Erfolgreiches Beckmann-Benefiz für Japan


Das von Diakonie und Kirche fast spontan organisierte Benefiz-Konzert für Japan des Cellisten Thomal Beckmann mit der Pianistin Yuko Kasahara kam beim Publikum sehr gut an, Standing Ovation zum Schluß und ein herausragendes Spendenergebnis: 3.022,50 Euro für die Wohnungslosenhilfe in Japan. Zum Konzert schreibt Anne-Kathrin Koppetsch (Öffentlichkeitsarbeit Kirchenkreis DoMiNo):

„Die Welt versinkt mit ihrem Schmerz“

Cellist Beckmann und Pianistin Kasahara spielten in St. Reinoldi zugunsten der Opfer von Japan

„Wir sind besonders betroffen, wenn ein Unglück uns die eigene Verletzlichkeit vor Augen führt“, erklärte  Bürgermeisterin Birgit Jörder in ihrem Grußwort anlässlich des Benefizkonzertes für Japan in der St. Reinoldi-Kirche. Der Cellist Thomas Beckmann spielte dieses Mal nicht für Obdachlose in Deutschland, sondern für die Opfer der Katastrophe in Japan. Hunderttausende seien nach dem Reaktorunfall evakuiert worden und immer noch obdachlos. Die Sozialsysteme in Japan seien längst nicht so ausgeprägt wie in Deutschland, berichtete Beckmann, der täglich mit seiner Frau Kayoko  telefoniert. Deshalb sei eine Unterstützung der Opfer besonders wichtig. Aus gesundheitlichen Gründen lebt Beckmanns Frau in Tokio. Mit ihr baute er den Verein „Gemeinsam gegen Kälte“ auf.

Solidarität mit den Leidenden gerade in der Passionszeit mahnte Superintendent Paul-Gerhard Stamm an. Das Atomunglück werde mittlerweile als genauso gravierend eingestuft wie die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl vor 25 Jahren. Vor einem kleinen, aber feinen Publikum von etwa 50 Leuten spielten der Cellist Beckmann und die Pianistin Yuko Kasahara zunächst Stücke des französischen Barockkomponisten und Organisten Francois Couperin. Mal wiegend im Dreiertakt, mal virtuos und mal sanft-melodiös trugen die beiden Musiker die Sätze vor.

Höhepunkt war Beethovens Sonate für Klavier und Violoncello A-Dur. Von den fünf Cello-Sonaten des Komponisten der Wiener Klassik ist diese die Meistgespielte. Zu Recht, wie Beckmann findet, denn „wenn diese Musik erklingt, versinkt die Welt mit all ihrem Schmerz“. Perlende Melodien mit – wie es in der Klassik üblich ist – zwei unterschiedlichen Themen bestimmten den ersten Satz. Dabei glänzte insbesondere die Pianistin mit virtuos gespielten Läufen. Beckmann zeigte das breite Spektrum seines Könnens in den nächsten Sätzen. Hüpfend erschien das Scherzo, während das Adagio cantabile im dritten Satz ruhig und innig erklang. Mit einem schnellen Allegro vivace und einer langen Schlusskadenz – typisch für Beethoven! – endete die Sonate. Das Publikum dankte den Musikern mit begeistertem Beifall.

18.4.2011