Menü

Diakonie ist Begegnung.

Die Evangelischen Altenzentren.

Diakonie ist Kultur.

Der Diakoniechor CHORiander.

Diakonie ist Dienst-Leistung.

Das Sozialkaufhaus.

Diakonie ist Hand-Werk.

Passgenau.

Diakonie ist mobile Hilfe.

Diakoniestationen.

Möchten Sie bei uns einsteigen?

Mitarbeit in der Pflege!

Diakonie findet Wege.

Beratung und Begleitung.

Aktuelles aus der Diakonie

03.01.2010 14:54 Alter: 8 yrs

Diakonie und Kirche trauern um Rolf Scheer


Rolf Scheer, ehemaliger Geschäftsführer des Diakonischen Werkes

Die Evangelische Kirche und das Diakonische Werk trauern um Rolf Scheer. Der ehemalige Geschäftsführer der Diakonie in Dortmund ist am 23. Dezember 2009 im Alter von 73 Jahren in Rendsburg gestorben.

Tief verwurzelt im christlichen Glauben und als überzeugter Protestant hat er in den verschiedenen beruflichen Lebensphasen die biblische Botschaft von der Gerechtigkeit und der Liebe zum Nächsten gelebt.

1936 in Dortmund geboren, lernte er nach dem Volksschulabschluss Bauschlosser und war in diesem Beruf bis Ende der 50er Jahre bei Rheinstahl Dortmund tätig. Ab 1954 engagierte er sich im Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) zunächst ehrenamtlich, 1959 hauptamtlich. Hier war er in Baden, Bremen, Karlsruhe und Dortmund u. a. Jugendsekretär, bevor er 1968 in das Jugendreferat der VKK wechselte.1978 übernahm Scheer dort die Leitung des Sozialreferats. 1991 bis zu seinem Ruhestand 1996 war er Geschäftsführer des Diakonischen Werks Dortmund.

Rolf Scheer hat mit Geschick und dem guten Gefühl für das Mögliche als „Kirchenmann“ die Dortmunder Sozialpolitik mitgestaltet. Er konnte streiten, wenn es um die Sache der Menschen am Rande der Gesellschaft ging, und es ist ihm dabei viel Anerkennung und Respekt entgegen gebracht worden. Unter seiner Federführung wurde der  Arbeitskreis „Der behinderte Mensch“ und das Arbeitslosenzentrum Dortmund gegründet, dessen erster Vorsitzender er war. Es sollte „für Leute, die einen Rettungsanker suchen“ eingerichtet werden.

Für sein gesellschaftspolitisches Engagement wurde ihm 1994 die Auszeichnung „Eiserner Reinoldus“ verliehen. Eng verbunden mit unserer Stadt und dem Ruhrgebiet hat er sich stark dafür engagiert, den Deutschen Evangelischen Kirchentag 1991 ins Ruhrgebiet zu holen.
Noch mit Beginn seines Ruhestandes initiierte er die erste Dortmund Armutskonferenz im Oktober 1996 mit.

Sein Credo formulierte er in einem gemeinsam mit Heinrich Albertz und Bernt Engelmann unterzeichneten Flugblatt: „Massenarbeitslosigkeit ist neben der Umweltzerstörung, der Bedrohung des Friedens und der Diskriminierung der Frauen das größte Übel. Sie führt zur Spaltung unserer Gesellschaft.“

Dankbar denken wir an die Jahre zurück, in denen Rolf Scheer für die Evangelische Kirche und das Diakonische Werk in Dortmund gewirkt hat.

2.1 2010