Menü

Diakonie ist Begegnung.

Die Evangelischen Altenzentren.

Diakonie ist Kultur.

Der Diakoniechor CHORiander.

Diakonie ist Dienst-Leistung.

Das Sozialkaufhaus.

Diakonie ist Hand-Werk.

Passgenau.

Diakonie ist mobile Hilfe.

Diakoniestationen.

Möchten Sie bei uns einsteigen?

Mitarbeit in der Pflege!

Diakonie findet Wege.

Beratung und Begleitung.

Aktuelles aus der Diakonie

03.08.2011 11:31 Alter: 6 yrs

Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden für die Menschen in Ostafrika


Hungersnot in Ostafrika

Die Menschen in den Ländern am Horn von Afrika sind am Ende ihrer Kräfte. Die schlimmste Dürre seit 60 Jahren hält die ganze Region im Griff. Mehr als 10 Millionen Menschen leiden unter den schwierigen Bedingungen. Am dramatischsten ist die Situation in Äthiopien und Kenia; für Teile Somalias haben die Vereinten Nationen offiziell eine Hungersnot ausgerufen. Zehntausende Menschen seien bereits an den Folgen von Unterernährung gestorben. Die, die sich noch auf den Beinen halten können, fliehen auf der verzweifelten Suche nach Wasser und Nahrung. Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet diesen Menschen Hilfe. Für die umfangreiche Unterstützung bittet das evangelische Hilfswerk dringend um Spenden.

Wasser ist Mangelware, die Speicher sind vielerorts komplett leer. Der wenige Regen im Frühjahr hat nicht gereicht: Auf den Feldern verdorrt das Getreide, auf den Weiden das Gras. Tierkadaver säumen die Wegränder, weil das Vieh keine Nahrung mehr findet oder auf der Suche nach Wasser verendet. Die extreme Trockenheit hat in allen drei Ländern zu enormen Ernteausfällen geführt. Die Preise für Getreide sind in den vergangenen Monaten in die Höhe geschossen und für die meisten Menschen unbezahlbar geworden. Viele haben keine Reserven mehr. Um zu überleben haben sie oftmals selbst das Saatgut aufgegessen, Ziegen und Kühe geschlachtet.

La Niña (spanisch für "das Mädchen") nennen Wetterexperten das Klimaphänomen, das dafür sorgt, dass die saisonalen Regenfälle am Horn von Afrika mehrmals nacheinander ausgefallen oder weit unter Normal geblieben sind. Die Dürre trifft Menschen in einer Region, die ohnehin schon durch extreme Armut und Konflikte geprägt ist. Ohne Hilfe von außen werden viele die nächsten Wochen nicht überleben.

Somalia: Hoffnung auf Hilfe in der Hauptstadt

Allein in Somalia droht rund 2,6 Millionen Menschen der Hungertod. Seit drei Jahren hat es hier kaum noch geregnet. Die Dürre hat die Versorgungskrise in dem ohnehin vom Krieg zerrütteten Land nochmals verschärft. Zehntausende Menschen sind in den letzten Wochen in der Hoffnung auf Hilfe ins benachbarte Kenia und Äthiopien geflohen. Aber auch in der Hauptstadt Mogadischu treffen täglich mehr hungernde Menschen ein. Viele sind völlig geschwächt und ausgezehrt. Jedes fünfte Kind ist akut mangelernährt. "Immer mehr Mütter kommen mit ihren Kindern in die Krankenhäuser", berichtet Marino Jansen, Leiter des Regionalbüros der Diakonie Katastrophenhilfe in Afrika. Doch in der vom Bürgerkrieg zerstörten Stadt gibt es kaum noch funktionierende Kliniken, geschweige denn genug Medikamente.

Kenia: Grundnahrungsmittel werden zum Luxusgut

In Kenia sind rund 3,2 Millionen Menschen von der Dürre betroffen. Nachdem es schon im letzten Winter kaum geregnet hatte, gab es auch in der Hauptregenzeit von März bis Mai nur spärliche Niederschläge. In einigen Teilen des Landes fiel weniger als die Hälfte der sonst üblichen Menge. In der Folge wird vielerorts das Trinkwasser knapp. Ernteverluste und die hohe Inflation haben seit Januar die Getreidepreise teilweise verdreifacht. Grundnahrungsmittel wie Mais sind für viele Menschen nahezu unerschwinglich geworden. Ende Mai rief Kenias Präsident Mwai Kibaki den nationalen Notstand aus.

Äthiopien: Das Elend der Viehbauern

Auch in Äthiopien leiden nach offiziellen Schätzungen mittlerweile 3,2 Millionen Menschen unter den Folgen der Trockenheit. Die aktuelle Dürre gilt hier als die schlimmste seit 30 Jahren. Nachdem bereits die Regenzeit im Vorjahr ausgefallen war, hat auch das Frühjahr kaum Regen gebracht. Wassermangel und Missernten haben dramatische Ausmaße angenommen. Besonders schwer trifft die Krise die in den südlichen und östlichen Landesteilen lebenden Viehbauern. Immer mehr Tiere sterben, weil es kaum noch Futter und Wasser gibt. Dadurch gerät auch das Leben der Menschen in Gefahr. Denn mit ihrem Vieh verlieren sie ihre Lebensgrundlage und Hauptnahrungsquelle. Die Milchproduktion ist teilweise um mehr als 80 Prozent zurückgegangen. Seit Anfang Mai versucht die Regierung mit Notprogrammen das Schlimmste abzuwenden.

Um die große Not der Dürreopfer zu lindern, setzt die Diakonie Katastrophenhilfe mit ihren langjährigen und erfahrenen Partnern alles daran, die Menschen so schnell wie möglich mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser zu versorgen. Doch die Partner vor Ort leisten mehr als Nothilfe: Es geht auch darum, die Lebensgrundlagen der Menschen zu sichern.

weitere Infos unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Online-Spende für die Diakonie-Katastrophenhilfe