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Aktuelles aus der Diakonie

02.07.2015 13:27 Alter: 2 yrs

2 Jahre Seelenpflaster - 2 Jahre Stärkung von Kindern psychisch erkrankter oder belasteter Eltern


Daniela Schneckenburger besuchte Seelenpflaster - Foto: Stephan Schütze

Daniela Schneckenburger, Dezernentin für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Dortmjund, besuchte am 1. Juli das diakonische Projekt Seelenpflaster - Stärkung von Kindern psychisch erkrankter oder belasteter Eltern - im Förderzentrum Rolandstraße.

Das Projekt Seelenpflaster ist mit der Förderung der Aktion Mensch am 15.06.2013 an den Start gegangen. In den zwei intensiven Projekt-Jahren wurden bisher ca. 100 Eltern, 39 Kinder und Jugendliche und 195 Multiplikatoren über Fortbildungen erreicht.
Vor allem nicht diagnostizierte Eltern nehmen das Angebot gut an, was für einen unkomplizierten Zugang ohne bürokratische Hürden spricht. Die Zugänge erfolgen vornehmlich über die ambulante Jugendhilfe, Schule, Tageseinrichtungen für Kinder und das eigene Förderzentrum. Fortbildungen zum Thema psychische Erkrankungen sind vor allem aus dem Bereich der Jugendhilfe stark nachgefragt.


Für die Kinder werden aktuell drei Gruppen angeboten: eine Kindergruppe von 6-10 Jahren, eine Teeniegruppe von 10-14 Jahren sowie eine Jugendgruppe von 14-18 Jahren. In diesem Rahmen ist es den Kids möglich, unbeschwerte Zeit zu genießen und dabei auch gezielt in ihren Fähigkeiten gestärkt zu werden. Häufig erleben diese Kinder emotionale Schwankungen der Eltern, wenig Verlässlichkeit, sie übernehmen z.T. elterliche Aufgaben. „Für mich bedeutet die Gruppe weg vom Stress zu Hause zu sein“, sagt Lukas. „Hier kann ich lernen über Gefühle zu reden.“ benennt Ali. Gemeinsame Aktivitäten wie Kochen, Backen, Schwimmen, Segeln u. ä. tragen zu Spaß und Zusammenhalt der Gruppen bei. Einzelberatung zur Erarbeitung individueller Wege zu mehr Lebensfreude und Stärke wird von Teenies und Jugendlichen gut angenommen.

Von besonderer Bedeutung ist die Zusammenarbeit mit den Eltern, um möglichst viel in der Gesamtfamilie bewegen zu können. Es geht um Entlastung und Sensibilisierung für die Kinder und gemeinsames Herausfinden von Möglichkeiten zur Verbesserung des Familienalltags. Einzelgespräche sowie eine 14-tägig stattfindende offene Elterngruppe bieten hierzu den Rahmen.

„Für mich heißt es, einfach mal sein zu können, wie ich bin und nicht nur immer funktionieren zu müssen“, sagt eine Mutter. Eine andere sagt, dass es für sie wichtig sei, nicht alleine zu sein mit den Anforderungen Mutter sein und psychisch krank und ihr der Austausch in der Gruppe als sicherer Ort Entlastung und Anregungen biete.

Innerhalb der zwei Projektjahre ist ein breit gefächertes Netz an Kooperationspartnern entstanden, was zu gelungener Weiterleitung und fachlichem Austausch geführt hat. Über 20 Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen wurde von Seelenpflaster bereits durchgeführt.

Über die Förderung durch Aktion Mensch ist das Projekt Seelenpflaster bis Sommer 2016 gesichert. Es muss nun darum gehen, die wertvolle Arbeit von Seelnpflaster über diesen Zeitpunkt hinaus zu gewährleisten.

Mehr zu Seelenpflaster - hier gibt es auch das neues Video zum Projekt

2.7.2015/rr