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Kirche findet Stadt

Mit dem ökumenischen Kooperationsprojekt "Kirche findet Stadt" wollen die evangelische und die katholische Kirche zusammen mit ihren jeweiligen Wohlfahrtsverbänden, Diakonisches Werk der EKD und Deutscher Caritasverband, die Rolle von Kirche in ihren unterschiedlichen Facetten als Akteur der integrierten Stadtentwicklung untersuchen und weiterentwickeln. Die innovative Herausforderung dieses Projekts liegt in der Erprobung von Entwicklungspartnerschaften unterschiedlicher Akteure, die bereits vor Ort aktiv sind.

Entwicklungspartnerschaften vor Ort

Kirche findet Stadt

Das machen wir in Dortmund

Mit dem Projekt: "Wem gehört die Stadt?" wollen wir mit den als Problemgruppen im öffentlichen Raum definierten Zielgruppen gemeinsam Maßnahmen entwickeln, die zur gleichberechtigten Teilhabe aller Nutzergruppen am öffentlichen Raum beitragen. Ausgehend von den diakonischen Einrichtungen „Nordmarktkiosk“ und „Werkstatt Passgenau“ soll die Pflege des Nordmarktes komplett in die Hand der suchtmittelabhängigen Nutzer/innen gehen. Dazu sind kreative Methoden entwickelt worden. Zudem soll das Thema Zuwanderung aus den EU-Staaten der Osterweiterung, insbesondere die Integration der Roma aus Bulgarien und Rumänien, mit einem Bildungsprojekt in den Fokus rücken. Flankiert werden die Maßnahmen durch unsere Komplementär-Projekte im Nordstadtkontext, z.B. auch im Rahmen der Städtebauförderung bzw. des Programms „Soziale Stadt“.
 
Zusätzlich geht es bei diesem Projekt um eine Intensivierung der internen Zusammenarbeit zwischen dem Diakonischen Werk und den Kirchengemeinden in der Nordstadt; insbesondere um den Informationsaustausch, Zielplanungen und einen effizienten Ressourceneinsatz.
 
„Das Image des Stadtteils ist geprägt von seinen sozialen Problemen (Arbeitslosigkeit, Drogen, Prostitution). So erleben Jugendliche, dass sie aufgrund ihres Wohnortes deutliche Schwierigkeiten haben, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Im Einsatz für soziale Gerechtigkeit und für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sind Diakonie und Kirchengemeinde in vielen Handlungsfeldern gemeinsam unterwegs. Die Lydia-Kirchengemeinde begrüßt deshalb ausdrücklich das Engagement des Diakonischen Werkes.“
Birgit Worms-Nigmann, Pfarrerin der Ev. Lydia Kirchengemeinde Dortmund Mitte-Nord

Besuch auf dem Nordmarkt

Aktivitäten

•„Schritt-Weise“, ein Projekt für Kinder und deren Eltern, die aus Bulgarien und Rumänien nach dem EU-Beitritt zugewandert sind,
•Bildungsmaßnahmen und Fortbildungen für Multiplikatoren
•„Treffpunkt Nordmarkt“, Zuverdienst-Möglichkeiten für mehrfach Suchtabhängige auf dem Nordmarkt
•Schaffung von Interessenausgleich zwischen unterschiedlichen Nutzergruppen
•Aufbau einer eigenen Austausch- und Arbeitsplattform für die Nordstadt zur sozialraumorientierten Vernetzung innerhalb der Diakonie und mit den Kirchengemeinden vor Ort

Perspektiven

Wir erhoffen uns mehr Toleranz und Kreativität im Umgang mit Unterschiedlichkeiten, die im engen räumlichen Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen und Lebensbedingungen besonders konfliktreich sein können. Mit der zunehmenden Vernetzung der kommunalen, kirchlichen und sonstigen zivilgesellschaftlichen Akteure in der Nordstadt werden „richtige“ Strategien leichter zu finden und effizienter zu verfolgen sein. Ferner wollen wir – Diakonisches Werk und Kirchengemeinden – unsere evangelischen Kräfte im Stadtteil besser bündeln.

Kontakt

Gemeindediakonie
Rolandstr. 10
44145 Dortmund
Tel. 0231 84 94 284
Fax 0231 84 94 271

Niels Back
Diakoniepfarrer
back@diakoniedortmund.de 

Uta Schütte-Haermeyer
Projektentwicklung
Tel. 0231 84 94 375
schuette@diakoniedortmund.de